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Nauders am Reschenpass

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Nauders liegt auf 1.365 Metern Seehöhe im Tiroler Oberland, knapp nördlich der Passhöhe des Reschenpasses. Das Dorf gehört zu Österreich und verbindet ein geschlossenes Ortsbild mit Burggeschichte, alten Verkehrswegen und einer weiten Hochgebirgslandschaft. Die Lage nahe der Grenzen zu Italien und zur Schweiz prägt die Wege und die Geschichte des Ortes.

Nauders in Tirol Nauders in Tirol

Kurzfakten zu Nauders

  • Gemeinde: Nauders in Tirol, Österreich.
  • Seehöhe: 1.365 Meter.
  • Lage: knapp nördlich der Passhöhe des Reschenpasses.
  • Geschichte: Via Claudia Augusta, Schloss Naudersberg und Festung Nauders.

Reschenpass und Dreiländerraum

Der Reschenpass verbindet das Tiroler Oberland mit dem Vinschgau in Südtirol. Nauders liegt auf der österreichischen Seite nördlich der Passhöhe. Der Reschensee mit dem aus dem Wasser ragenden Kirchturm liegt im Vinschgau in Italien und eignet sich als eigenes Ausflugsziel jenseits der Grenze. Von Nauders führt die Straße über den Pass zum See und weiter durch das Südtiroler Tal.

Der Dreiländerraum umfasst Österreich, Italien und die Schweiz. Das Inntal führt von Nauders nach Norden, der Vinschgau nach Süden; westlich liegen Schweizer Täler. Das Dorf ist ein grenznaher Bergort, dessen Verkehrswege über heutige Staatsgrenzen hinausreichen. Das Hochplateau und die umliegenden Berge prägen die Landschaft rund um den Ort.

Eine alte Verbindung über die Alpen

Die Gemeindechronik nennt für Nauders eine frühe Besiedlung. Der Name „Inutrium“ erscheint um 140 nach Christus in der Karte des Claudius Ptolemäus. Über den Reschen verlief die Via Claudia Augusta; Teilstücke der Römerstraße wurden nördlich und südlich des Dorfes gefunden. Die Route verband den Alpenraum mit Gebieten südlich der Berge und machte den Pass zu einem wichtigen Verkehrsweg.

Seit dem zehnten Jahrhundert war Nauders Sitz eines Gerichts in der Grafschaft Vinschgau. Schloss Naudersberg am Südrand des Dorfes diente als Gerichtssitz bis 1919. Nach der Zerstörung während der Engadinerkriege 1499 wurde die Burg auf Anordnung Kaiser Maximilians wieder aufgebaut; ihr heutiges Erscheinungsbild stammt im Wesentlichen aus dem 16. Jahrhundert. Schloss, Ortskern und Kirchen machen diese Ortsgeschichte sichtbar.

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Dorfkern, Kirchen und Festung

Nauders ist ein rätoromanisches Haufendorf. Enge, teils winkelige Gassen, Plätze mit Brunnen und dicht stehende Häuser formen den Ortskern. Drei Kirchtürme prägen die Silhouette: die Pfarrkirche St. Valentin, die gotische Spitalkirche zum Heiligen Geist und die Maria-Hilf-Kirche. Die Pfarrkirche mit der Dorflinde liegt im oberen Ortsteil; die beiden weiteren Kirchen stehen im Unterdorf.

Die Festung Nauders liegt rund zwei Kilometer vor dem Ort an der Bundesstraße. Sie wurde um 1840 zum Schutz der Südgrenze Tirols errichtet. Kaserne, in den Berg eingelassene Bunker und Reste der älteren Niklasmauer gehören zum Baukomplex. Schloss Naudersberg war über Jahrhunderte Gerichtssitz, während die Festungsanlage der Grenzverteidigung im 19. Jahrhundert diente.

Für den größeren Talzusammenhang steht das Tiroler Oberland mit seinen Tälern. Pfunds liegt weiter im Inntal; Landeck ergänzt den Blick auf die Orte und Verkehrswege des Tiroler Oberlands.

Häufige Fragen zu Nauders

Was zeigt das Gemeindewappen?

Das Wappen geht auf die Herren von Nauders zurück. Ihr Schild zeigte eine steigende Forelle mit einer Goldkugel.

Foto: Tirol Werbung