Hinterhornbach: Bergdorf im Hornbachtal
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Hinterhornbach liegt auf 1.101 Metern im Hornbachtal, einem besiedelten linken Seitental des Lechtals in den Allgäuer Alpen. Die Straße endet im Dorf; dahinter öffnen sich Bergwege zu den Jöchern, Scharten und Hochlagen. Die Lage erklärt, warum Geschichte und heutige Wege des Ortes eng mit dem Übergang zwischen Lechtal und Allgäu verbunden sind.
Kurzfakten zu Hinterhornbach
- Die Gemeinde liegt im Bezirk Reutte auf 1.101 Metern.
- Das Gemeindegebiet umfasst 50,58 Quadratkilometer.
- Der Bäumenheimer Weg zum Hochvogel ist wegen Felssturzgefahr gesperrt.
Ein schmales Seitental zwischen Lech und Allgäu
Das Hornbachtal ist das einzige besiedelte linke Seitental des Lechtals. Vom Lechtal führt der Weg westwärts nach Hinterhornbach; das Dorf liegt am Ende des besiedelten Seitentals. Im Gemeindegebiet liegen neben dem Dorf die Rotten Krummenstein und Pretterhof; außerdem gehört das Kaufbeurer Haus zur Gemeinde. Der Talboden auf rund 1.100 Metern wird von steilen Bergflanken eingerahmt.
Diese Lage macht das Dorf zu einem Ausgangspunkt für Wege in den Talschluss und zu den umliegenden Übergängen. Hinterhornbach liegt im Außerfern und Lechtal.
Besiedlung, Bauernleben und die Pfarrkirche
Um 1300 lag die Grundherrschaft bei den Rettenbergern, einem Allgäuer Rittergeschlecht. Die abgelegene Lage schützte die Gemeinde nicht vor wirtschaftlicher Not: Armut zwang Familien, Kinder als sogenannte Schwabenkinder zur Arbeit ins Allgäu zu schicken. Diese Geschichte gehört zu den sozialen Verbindungen über den Alpenrand, die das Hornbachtal mit dem benachbarten Allgäu verbanden.
Auch die Pfarrgeschichte spiegelt die Beziehungen innerhalb des Lechtals. Hinterhornbach war zunächst der Pfarre Elbigenalp zugeteilt und wurde später von Elmen beziehungsweise Vorderhornbach seelsorglich betreut.
Wege im Hornbachgebirge und Hochvogel-Sperre
Der DAV Donauwörth betreut Wege im Hornbachtal. Wege führen zum Hornbachjoch als Übergang in Richtung Oberstdorf, auf einem Rundweg über den Kanzberg sowie zur Schönecker Scharte mit Verbindung zum Kaufbeurer Haus. Gelände und Untergrund verlangen eine routegenaue Einschätzung: Im Bereich der Schönecker Scharte verläuft ein schmaler Steig über steile Grashänge mit dünner Humusschicht, der bei Nässe gefährlich wird. Jochbachquerungen und Schneeschmelze können Wege und Übergänge zusätzlich verändern.
Der Hochvogel ist der markante Gipfel am Talschluss und erreicht 2.592 Meter. Der historische Bäumenheimer Weg führt vom Muttsattel hinauf zum Gipfel. Der DAV führt den Bäumenheimer Weg als gesperrt; der Hochvogelanstieg über diese Route ist damit nicht begehbar. Der Naturpark Tiroler Lech umfasst mit dem Lech einen Wildflussraum, der sich deutlich vom schmalen Hornbachtal unterscheidet.
Häufige Fragen zu Hinterhornbach
Wie wurde das Hornbachtal besiedelt?
Die Besiedlung kam vom Allgäu über das Hornbachjoch. Das erklärt die historischen Verbindungen des abgelegenen Tales mit den Gemeinden jenseits des Gebirgskamms.
Wann erhielt Hinterhornbach eine eigene Seelsorgestelle?
Der Stiftsbrief wurde 1758 errichtet. Der Bau von Kirche und Widum begann 1761; 1764 kam der erste Seelsorger. Das Hochaltarbild zeigt „Maria vom guten Rate“.
Warum ist der Bäumenheimer Weg zum Hochvogel gesperrt?
Im steilen Felsbereich am Muttsattel löst sich zunehmend Gestein. Steinschlag und mögliche Bergstürze können ohne Vorwarnung auftreten und auch die darunterliegenden Sturzhalden erreichen. Der DAV sperrt den Weg deshalb aus Lebensgefahr.