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Forchach am Lech: Hängebrücke und Wildflusslandschaft

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Forchach liegt im Tiroler Lechtal am Lech und verbindet einen kleinen Außerferner Ort mit einer weitläufigen Flusslandschaft. Das prägende Bauwerk am Ufer ist die 138 Meter lange Hängebrücke. Sie führt von Forchach direkt zum Schwarzwasserweg auf der linken Lechseite und erschließt damit einen Zugang zum Wegenetz jenseits des Flusses. Rund um die Brücke lässt sich zugleich beobachten, wie sich ein Wildfluss von einem begradigten oder durchgehend befestigten Flusslauf unterscheidet.

Kurzfakten zu Forchach am Lech

  • Lage: Gemeinde im Tiroler Lechtal, am Tiroler Lech
  • Die 138 Meter lange Hängebrücke ist seit August 2020 begehbar.
  • Die Brücke führt unmittelbar zum Schwarzwasserweg am linken Lechufer.
  • Der Naturpark Tiroler Lech vermittelt vor Ort Wissen über Flusslebensraum und Renaturierung.
  • Kies- und Schotterbänke, Flussarme und Auen kennzeichnen die Wildflusslandschaft.

Hängebrücke Forchach und Schwarzwasserweg

Die heutige Hängebrücke ersetzte die ältere Querung. Auf der linken Flussseite schließt der Schwarzwasserweg direkt an.

Die Brücke entstand 2020 im Rahmen des LIFE-Projekts des Landes Tirol. Zu dessen Zielen gehörten, dem Lech seine natürliche Fließbreite zurückzugeben, neue Lebensräume am Wildfluss zu schaffen und den Hochwasserschutz zu verbessern.

Der Lechweg führt ebenfalls durch den Raum Forchach. Wer sich für weitere Abschnitte und Ortslagen entlang des Flusses interessiert, kann die Landschaft bei Weißenbach am Lech mit dem Flussraum um Forchach vergleichen. Weißenbach liegt an einem Abschnitt, an dem weitere Bäche in den Lech münden; Forchach ist besonders durch Brücke und Schwarzwasserweg geprägt.

Was die Wildflusslandschaft bei Forchach auszeichnet

Der Tiroler Lech besitzt ein breites, bewegliches Flussbett mit verzweigten Armen und mächtigen Kies- und Schotterbänken. Wasser verteilt sich auf mehrere Rinnen, während Steine aus den Seitentälern flussabwärts transportiert werden. Bei Hochwasser können sich Ufer und Flussarme verändern. Diese Verlagerung ist Teil des natürlichen Lebensraums: Der Fluss schafft und verschiebt offene Kiesflächen, Inseln und Uferzonen, statt dauerhaft in einer einzigen Form zu bleiben.

Bedrohte Lebensräume und angrenzende Flussauen sind wertvoll; zu den Besonderheiten zählen die Deutsche Tamariske und die Gefleckte Schnarrschrecke.

An der Forchacher Hängebrücke erläutert eine Besucherinszenierung den Wildflusslebensraum und das 2022 abgeschlossene LIFE-Projekt mit seinen Maßnahmen zur Redynamisierung und zum Artenschutz. Spielelemente und eine öffentliche Grillstelle ergänzen diese Information vor Ort. Der Standort verbindet Naturbeobachtung mit einem konkreten Beispiel dafür, wie Flussrenaturierung und Besuchereinrichtungen nebeneinander gestaltet werden.

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Forchach im Lechtal und im Außerfern

Forchach gehört zu einer Reihe von Siedlungen, deren Lage durch den Lech geprägt wird. Entlang desselben Flusses wechseln sich offene Auen, Orte am Ufer und Talräume mit Seitentälern ab. Elmen am Lech zeigt eine weitere Ortslage am Fluss, während Außerfern, Reutte und das Lechtal den größeren Zusammenhang zwischen Flusskorridor, Talkessel und Bergtälern erschließt.

Beim Radfahren begleitet der Lechradweg den Fluss durch mehrere Landschaftsabschnitte.

Häufige Fragen zur Hängebrücke Forchach

Ist die Hängebrücke mit Rollstuhl oder Kinderwagen nutzbar?

Die 2020 eröffnete Hängebrücke ist rollstuhlgerecht und mit Kinderwagen nutzbar. Beim Neubau entfiel der kurze steile Abstieg zur alten Querung.